-       SO WIE DER RAUCH DES FUJIYAMA –

- Haiku-Vertonungen des 20. und 21. Jahrhunderts - TRTR 012

 

   „Haiku, die kleinste lyrische Form, die in der Weltliteratur Bedeutung erlangte, ist zugleich vollendeter dichterischer Ausdruck des japanischen Geistes. Eine stets gegenständliche, naturnahe Kunstgebärde, die in ihrer Leichtigkeit von vieldeutigem Reichtum an Assoziations-möglichkeiten umgeben ist. Ein hingehauchtes Bild, das den Leser und Betrachter in den Bann seiner fragmentarischen Vollkommenheit, den Zauber des Augenblicklichen zieht – und ihn entlässt, aber nicht mehr loslässt.“ (Dietrich Krusche)

 

Als dreizeiliges Gedicht mit dem Aufbauschema 5+7+5 Silben hat sich das Haiku in dieser seit Jahrhunderten unveränderten Form zu einem Medium entwickelt, welches für die japanische Literatur und Lyrik von erheblicher Bedeutung ist. Besonders in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts widmeten viele westliche Komponisten dem Haiku besondere Aufmerksamkeit (Cage, Bialas). Neben zahlreichen Vertonungen von Haiku im herkömmlichen Sinne gibt es auch viele Kompositionen, die sich mit der Idee des Haiku in anderer Weise beschäftigten, zum Beispiel durch „Übersetzung“ des strengen Gedichtschemas in musikalische Formen.

 

Die Mitglieder des TRIO CANTRAIANO haben es sich zur Aufgabe gemacht, Kompositionen aus allen Stilepochen zur Aufführung zu bringen, in denen die Kombination von Stimme, Flöte und Klavier zur klanglichen Umsetzung musikalischer Inhalte eingesetzt wird. Die klangliche – manchmal verwirrende – Nähe vor allem von Sopran und Flöte hat Komponisten zu allen Zeiten gereizt, über diese äußerst sensible Klangbalance den textlichen Gehalt anzudeuten und ihm eine weitere Dimension hinzuzufügen.

 

Nach der CD „Steingartenstille“ ist dies bereits unsere zweite Veröffentlichung, die sich mit dem Thema „Vertonung von Haiku“ auseinandersetzt.

 

Zur Online-Bestellung dieser CD